U16-Volleys des FTSV schrammen an Sensation vorbei

Quali für Südbayerische denkbar knapp verpasst, jedoch Aufstieg Bezirksklasse Damen im Visier

Als Niederbayerns einziger Verein ohne Bundesligaspielbetrieb mit hauptamtlichen Trainern hatte sich der FTSV als frisch gebackener U16-Bezirksligavizemeister für die durchaus hochklassige Bezirksendrunde in Dingolfing qualifiziert. Alleine diese zu erreichen war schon fast eine Sensation mit Jugendlichen, die teilweise erst in der letzten Saison angefangen und ihre jetzige erfolgreiche Konstellation mit viel Fleiß, Ehrgeiz und Teamgeist erarbeitet haben.

Abteilungsleiterin Kathrin Boiger war in der Ära unter Straubings Volleyball-Urvater Wolfgang Schellinger selbst frühere Deutsche Jugendmeisterin und ist nunmehr einzig verbliebene Trainerin mit Straubinger Wurzeln.

Zusammen mit ihren Co‘s Falko Hunger und Katja Russwurm hat das „Straubinger Gwachs“ durchaus Bemerkenswertes erreicht. Und dies völlig ohne Wildcard oder Einsatz von Legionären, die es erlaubt, in diesem Wettbewerb auch Spielerinnen aus höheren Ligen einzusetzen. Nochmals eine Runde weiterzukommen und sich zumindest als Drittplatzierter das Ticket für die Südbayerischen zu sichern, war von vorneherein daher mehr als unwahrscheinlich.

Dass man dann nur streckenweise mit den anderen Clubs aus Straubing, Dingolfing und Vilsbiburg mithalten konnte, lag auf der Hand: die Begegnungen gingen zwar verloren, brachten aber selbst arrivierte Kräfte auf der anderen Seite der Netzkante immer wieder in Bedrängnis. Gegen Vilsbiburg lag man am Spielende sogar knapp in Führung, doch schlussendlich setzten sich nach ausgeglichenen Sätzen die routinierten Roten Raben im Tie-Break mit 16:14 doch noch durch.

Erhobenen Hauptes geht es nun für die Mädels in den Straubinger Trikotfarben blau-weiß weiter, mit dem Ziel, als aktueller Kreisliga-Tabellenführer im Damenbereich noch in der noch laufenden Saison in die Bezirksklasse aufzusteigen.

FTSV-Geschäftsführerin Inge Hamersky ist begeistert von der Truppe: „Ein Paradebeispiel, dass das Ehrenamt Basis für nachhaltige Nachwuchsarbeit für Jugendliche aus der Region ist. Dass aus dieser vielfältigen Breite dann auch Leistung entsteht, ist kein Widerspruch, sondern eine Bestätigung dieser Ideologie.“

Text und Bilder: Helmut Weigl/FTSV