Beim jüngsten Treffen des Straubinger Vereinsstammtischs im FTSV Vereinsheim wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig der enge Austausch zwischen den Sportvereinen in der Region ist. Vertreter der Straubinger Vereinsprominenz – darunter FTSV Straubing, VSV Straubing, Straubinger Kanuclub, Straubinger Ruderclub, Alpenverein Sektion Straubing, Radclub Straubing, Schwimmverein Straubing sowie der 1. Badminton Club Straubing – trafen sich, um zentrale Herausforderungen und gemeinsame Perspektiven zu diskutieren. Die Vereinsvertreter der Straubinger Spiders und des EHC Straubing waren leider aus terminlichen Gründen verhindert.
Der Stammtisch wurde vor zwei Jahren von Helmut Weigl, dem 1. Vorsitzenden des FTSV Straubing, sowie Inge Hamersky, Geschäftsführerin des FTSV Straubing, ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, in regelmäßigen Abständen eine Plattform zu schaffen, auf der sich die Vereine austauschen, vernetzen und gegenseitig unterstützen können. Dieses Konzept hat sich bewährt: Die Treffen sind mittlerweile ein fester Bestandteil im Straubinger Sportkalender.
Im Mittelpunkt der aktuellen Zusammenkunft standen vor allem die gestiegenen Hallenkosten, die zunehmend angespannte Hallenbelegung sowie Möglichkeiten zur intensiveren Zusammenarbeit. Einigkeit herrschte darüber, dass Kooperationen künftig noch stärker ausgebaut werden müssen, um vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen und den Sportbetrieb langfristig zu sichern.
Ein weiterer Schwerpunkt waren die bevorstehenden sportlichen Großveranstaltungen wie die Deutschen Meisterschaften „TransDia“, der Herzogstadtlauf sowie der Kinderlobbylauf. Viele dieser Events sind als Gemeinschaftsprojekte angelegt und zeigen beispielhaft, wie gut die Zusammenarbeit der Vereine bereits funktioniert. Auch ein gemeinsames Ferienprogramm wurde als wichtiges gemeinsames Event hervorgehoben.
Besonders intensiv diskutiert wurde die Hallensituation in Straubing. Trotz eines erfreulich hohen Zulaufs an Neumitgliedern stoßen viele Vereine zunehmend an ihre räumlichen Grenzen. Trainingszeiten sind knapp, Hallenkapazitäten ausgeschöpft. Diese Entwicklung stellt die Vereine vor große organisatorische Herausforderungen und erfordert langfristige Lösungen auf kommunaler Ebene.
Hinzu kommt ein weiteres drängendes Thema: Während die Mitgliederzahlen steigen, sinkt gleichzeitig der Anteil an Ehrenamtlichen. Die Vereinsvertreter richteten daher einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit, sich stärker ehrenamtlich zu engagieren. Denn ohne freiwillige Helferinnen und Helfer ist der Sportbetrieb in seiner heutigen Form nicht aufrechtzuerhalten.
Dabei geht die Bedeutung des Ehrenamts weit über den reinen Sport hinaus. Ehrenamtlich geführte Vereine leisten einen unschätzbaren Beitrag für die Gesellschaft. Sie bringen Kinder und Jugendliche in Bewegung, fördern Gemeinschaftssinn und übernehmen zunehmend auch Aufgaben in den Bereichen Inklusion und Prävention. Ihr Engagement wirkt tief in das soziale Gefüge von Städten und Gemeinden hinein.
Der Straubinger Vereinsstammtisch zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Vernetzung, Dialog und gemeinsames Handeln sind. Die Teilnehmer waren sich einig: Nur durch Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung kann es gelingen, die aktuellen Herausforderungen zu meistern und den Sport in Straubing weiterhin erfolgreich zu gestalten.