Bestzeit bringt FTSV-Nachwuchstalent Antonia Krä unter Deutschlands Top 7

Mit einer deutlichen persönlichen Bestzeit über 2.000 Meter mischt Antonia Krä vom FTSV Straubing bei den Bayerischen Meisterschaften in ihrer Altersklasse W14 in der deutschen Spitze mit – auch wenn es am Ende knapp nicht fürs Podest reichte.

Manchmal liegen Enttäuschung und Freude im Sport nur wenige Sekunden auseinander: Antonia Krä vom FTSV Straubing hat das bei den Jugendmeisterschaften in Aichach am eigenen Leib erfahren. Über die 2.000 Meter reichte es für die Läuferin des Jahrgangs 2012 am Ende nicht für eine Medaille – der erste Blick nach dem Zielstrich war entsprechend ein enttäuschter.

Dabei hatte Krä ein kluges Rennen abgeliefert. Das Feld ging die Distanz taktisch an, lange hielt sich die Straubingerin in der Spitzengruppe und lauerte auf ihre Gelegenheit. Auf den letzten 300 Metern setzte sie dann zu einem langen Spurt an und arbeitete sich Meter um Meter nach vorne. Für das Edelmetall reichte es an diesem Tag zwar nicht ganz – doch der Einsatz sollte sich an anderer Stelle bezahlt machen.

Denn als der Frust über die verpasste Medaille dem Blick auf die Uhr wich, war die Enttäuschung schnell vergessen: In 6:50,96 Minuten hatte sie eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt. Ihre bisherige Bestmarke – 6:59,17 Minuten, aufgestellt vor genau einem Jahr bei den bayerischen Titelkämpfen 2025 – verbesserte sie damit um mehr als acht Sekunden. Ein Sprung, der auf einer Mittelstrecke wie den 2.000 Metern für sich spricht.

Noch aussagekräftiger ist die bundesweite Einordnung: Mit dieser Zeit reiht sich Antonia in ihrer Altersklasse unter die besten sieben Läuferinnen ganz Deutschlands ein. Für eine Nachwuchsathletin aus dem Straubinger Raum ist das ein Ausrufezeichen, das weit über Bayern hinausreicht.

So bleibt von Aichach am Ende weniger die verpasste Medaille in Erinnerung als das Gefühl, im richtigen Moment über sich hinausgewachsen zu sein. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird man den Namen Antonia Krä bei den kommenden Meisterschaften im Blick behalten müssen.

Bilder/Text: Lucas Kampf